Gezielte Fusions­biopsie – präzise, sicher, nahezu schmerzfrei

Unsere transperineale Artemis®-Biopsie trifft verdächtige Herde millimetergenau, senkt das Infektions­risiko auf unter 1 % und liefert Ihnen binnen weniger Tage Klarheit.

Gezielte Diagnostik für maximale Sicherheit

Warum eine Biopsie der Prostata?

Die Entscheidung zur Durch­führung einer Prostatabiopsie erfolgt nach einem indivi­duellen Risikoprofil – ent­sprechend den Empfehlungen der European Association of Urology (EAU). Das MRT der Prostata ist dabei ein zentraler Baustein, ergänzt durch weitere Parameter wie z. B. PSA-Werte oder PSA-Dichte. Typische Indikationen sind:
  • PI-RADS 4 oder 5 im Prostata-MRT
  • PSA-Dichte über 0,15 ng/ml²
Um eine Überdiagnostik zu vermeiden und gleichzeitig relevante Karzinome optimal zu erkennen, setzen wir auf einen risikoadaptierten Diag­nosepfad (risk-adapted pathway).

Innovative Diagnostik auf höchstem Niveau

Artemis®-Biopsie – Präzision durch 3D-Technologie

Die Artemis® semi-Biopsie kombi­niert modernste Bildgebung mit halb-robotischer Führung für eine besonders präzise Probenentnahme. Durch 3D-Tracking, elastische Bildfusion und Echtzeit-Organverfolgung werden Zielregionen punkt­genau getroffen, unnötige Belastungen vermieden und alle Biopsiepositionen doku­mentiert. Das Besondere auf einen Blick:
  • 3D semi-robotischer Arm: Kontinuierliche 3D-Abbildung und exakte Nadelsteuerung, ohne freihändiges Führen des Ultraschallkopfes.
  • Elastische Bildfusion: Kombination aus MRT-, PET-CT- oder PSMA-PET-MRT mit Echtzeit-Ultraschall gleicht Bewe­gungen und anatomische Unter­schiede aus.
  • Echtzeit-Organtracking: Live-Verfolgung der Prostata mit Speicherung jeder Nadelposition im 3D-Modell für spätere Therapien oder erneute Biopsien.

Die Zahlen sprechen für sich

Treffsicher
0 %

Trefferquote

Keimfrei
< 0 %

Infektionsrisiko

Schonend
0

Biopsiezylinder

Nur
< 0 min

Aufenthalt

Fusionsbiopsie Prostata:

Der Ablauf im Detail

Vorbereitung

Kurzes Aufklärungs­gespräch, Blutgerinnung & PSA prüfen, leichte Sedierung oder Narkose nach Wunsch.

Navigation

MRT-Bild wird in das Artemis®-System geladen, Zielherde markiert.

Biopsiezylinder

Mit Hilfe eines Roboters wird die Hohlnadel positioniert, < 18 Proben, kaum Blutverlust.

Aufwachphase

Überwachung, Snack & Getränk, Heimweg in Begleitung.

Histologie

Die Analyse der Gewebe­proben erfolgt durch erfahrene Urologen-Pathologen innerhalb von 3 Tagen (*oder am gleichen Tag innerhalb unseres exklusiven One-Day-Diagnostik Programms).

Gezielte Kontrolle dank gespeicherter Biopsiedaten

Bildfusion – Präzision bei Folge­unter­such­ungen

Die Past-Visit-Fusion speichert frühere Biopsiepositionen dauerhaft und kombiniert sie mit aktuellen Bilddaten. So können exakt dieselben Stellen erneut biopsiert werden – ideal für die aktive Überwachung von Prostatakarzinomen.

Ihre Vorteile:

  • Dauerhafte Dokumentation aller Biopsiepositionen
  • Präzises Wiederfinden und erneutes Ansteuern
  • Besonders wertvoll bei der aktiven Überwachung
  • Früherkennung von Veränderungen im Tumorverhalten

Innovative Technik

Transperinealer Zugangsweg – sicher und schonend

In unserem Zentrum setzen wir standardmäßig auf den trans­perinealen Zugangsweg – ein Verfahren, das in Deutschland nur an wenigen Standorten etabliert ist. Die Biopsie erfolgt über den Damm (Perineum), was das Infektionsrisiko erheblich reduziert und eine besonders präzise Probenentnahme ermöglicht. Dank dieser Sicherheit kann auf eine routinemäßige antibiotische Prophylaxe nahezu vollständig verzichtet werden.

Ihre Vorteile:

  • Deutlich reduziertes Infektionsrisiko
  • Hohe Präzision der Gewebeentnahme
  • Kaum oder keine Antibiotikagabe notwendig
  • Standardverfahren in unserem Zentrum

Tumor ist nicht gleich Tumor

Was bedeutet es, wenn die Prostata­gewebeprobe ein Karzinom mit niedrigem Risikoprofil zeigt?

Eine Prostatabiopsie zeigt nicht nur, ob ein Tumor bösartig ist, sondern auch, wie aggressiv er ist. Liegt ein niedriges Risikoprofil vor – zum Beispiel ein Gleason-Score 6 (3+3) – ist oft keine sofortige Operation oder Bestrahlung nötig.

In diesen Fällen empfehlen wir häufig eine Aktive Überwachung (Active Surveillance): ein strukturiertes, engmaschiges Kontrollprogramm, das Sicherheit gibt und unnötige Therapien vermeidet.

Typischer individueller Überwachungsplan

  • PSA-Kontrolle:
    alle 3–6 Monate
  • MRT der Prostata:
    jährlich
  • Re-Biopsie:
    nach 12–18 Monaten oder früher, wenn der PSA-Wert auffällig ansteigt oder das MRT Veränderungen zeigt

Durch dieses Vorgehen wird Übertherapie verhindert, der Patient geschont, und gleichzeitig bleiben selbst kleinste Veränderungen jederzeit im Blick.

Exzellenz, die europaweit Maßstäbe setzt

Europäisches Referenzzentrum für die Artemis®-Biopsie

Als offizielles Referenzzentrum für die Artemis®-Biopsie in Europa haben wir mehr als 30 ärztliche Kolleginnen und Kollegen ausgebildet.

Unsere Expertise präsentieren wir regelmäßig auf nationalen und internationalen Kongressen.

Fakten:

  • Priv-Doz Dr. med. Hanske: Mitglied der Faculty der EAU
  • Jährliche Leitung eines Kurses auf dem Europäischen Urologenkongress
  • Regelmäßige Fachvorträge weltweit

Sie fragen, wir antworten

Häufige Fragen zur Biopsie der Prostata

Tut die Prostata-Biopsie weh?

Unter lokaler Betäubung spüren Sie nur ein kurzes Druckgefühl; auf Wunsch geben wir eine Kurz­narkose.

Beim transperinealen Zugang in der Regel nicht nötig – Infektions­rate < 1 %.

Leichte Aktivität nach 24 h, Sport & Radfahren nach einer Woche.

Die Biopsie mit oder ohne MRT wird durch alle gesetzliche und private Krankenkassen über­nommen. Der erhöhte Aufwand im Rahmen der One-Day Diag­nostik wird mit einem Zusatz­endgeld in Rechnung gestellt.
Lokale Metastasen wurden nach Prostatabiopsien bisher nicht beobachtet. Hinweise auf vorübergehend mehr zirku­lierende Tumorzellen nehmen wir ernst und entnehmen daher nur minimal nötige Proben. Durch gezielte MRT-Diagnostik vermeiden wir bei über der Hälfte unserer Patienten eine Biopsie ganz.
Ihre Kontaktmöglichkeiten auf einen Blick